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Ziele setzen: Rahmen und Richtung

Ziele setzen: Die Segel werden bewusst und richtig gesetzt.

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Persönliche Ziele können viel bewirken: Ein Leben lang sorgen sie für Orientierung, geben Kraft, bescheren Zufriedenheit und Glück. Hauptsache ist, die Segel werden bewusst und richtig gesetzt

Navigationssysteme im Auto sind praktische Begleiter. Um in Aktion zu treten, benötigen sie allerdings eine wichtige Information: Wohin genau geht die Fahrt? Erst wenn dieser Ort eingegeben ist, kann die Wegführung beginnen. Ähnlich verhält es sich mit persönlichen Zielen. Sie geben dem Leben einen Rahmen und eine Richtung, sorgen für Antrieb und Energie, bescheren im Idealfall Zufriedenheit, Glück und eine Daseinsberechtigung. Fehlen Ziele, passiert genau das Gegenteil: Ohne sie als Orientierung zerfließt das Leben; der oder die Betroffene kennt sich nicht mehr aus.

Etappen- und Fernziele ansteuern

Auch wenn es mitunter anders wirkt: Zumindest Etappen-Ziele sind fast immer automatisch vorhanden: erst die Schule und die Ausbildung zu schaffen, dann eine passende Arbeitsstelle finden und sie zu behalten, sich den nächsten Urlaub, größere Anschaffungen oder ein schönes Zuhause zu gönnen. Außerdem gibt es übergeordnete Ziele, die weiter entfernt liegen und über Jahre oder Jahrzehnte hinweg wie ein Motor wirken – zum Beispiel lieb gewonnenen Hobbys vom Bücherbinden bis zur Fotografie mehr Raum zu geben. Möglichst viel Zeit am Meer zu verbringen. Oder sich in einem Ehrenamt zu engagieren, um andere Menschen zu unterstützen.

Konkrete Vorstellungen für mehr Energie

Je konkreter die Vorstellung solcher Ziele ausfällt, umso größer sind die Energie und das Durchhaltevermögen, die man für ihre Verwirklichung aufbringen kann. Dazu gehört, sich alle Begleiterscheinungen und Folgen plastisch auszumalen. Und sich die Frage zu stellen, ob die notwendige Basis bereits vorhanden ist oder erst noch geschaffen bzw. ausgebaut werden muss. Ein weiterer Erfolgsfaktor sind ein realistische Pläne: 35 Kilo Übergewicht in zwölf Monaten abzunehmen, wäre mit enormen Entbehrungen und einem Höchstmaß an Disziplin verbunden. Wer sich für dieses Vorhaben drei Jahre Zeit lässt, vermindert den Druck und erhöht die Wahrscheinlichkeit, mit vielen kleinen Schritten den angestrebten großen zu schaffen. 

Michael Diaz hat zu seinem Seminar Ziele setzen ein Spiel entwickelt.
Michael Diaz hat zu seinem Seminar „Ziele setzen“ ein Spiel entwickelt.

Hilfreiche Unterstützung von außen

Auf eigene Faust ist nicht jeder Mensch selbst-bewusst und fokussiert genug, eigene Ziele zu erkennen und anzugehen. Unterstützung von außen kann helfen, sie aufzuspüren und herauszufinden, ob es sich um persönliche Prioritäten oder die Erwartungen anderer geht, denen man entsprechen möchte. Der ehrliche Austausch mit guten Freunden oder professionellen Sparringpartnern wie einem Kursleiter oder Coach funktioniert auch als Korrektiv, falls das Timing falsch bemessen ist oder es um einen vagen Wunsch statt ein konkretes Ziel geht. Denn ein Lottogewinn oder ein unerwartetes Erbe klingen zwar verlockend, lassen sich aber nicht aktiv beeinflussen, eine gesündere Ernährung, mehr Bewegung und Schlaf hingegen schon.

Hindernisse oder Rückschläge gehören dazu

Wer Ziele anstrebt, muss aber auch mit Hindernissen oder Rückschlägen auf seinem Weg rechnen. Viele lassen sich mit Flexibilität und Einfallsreichtum bewältigen. Bei anderen heißt es innehalten, abwarten und eventuell umschwenken – wie die einschneidende Erfahrung der Corona-Pandemie beweist. Rund um den Globus hat sie zahllose Pläne durchkreuzt, ausgebremst oder zunichte gemacht. Wann, wie und ob diese verwirklicht werden können, ist unklar. Die Folge ist ein Gefühl tiefsitzender Verunsicherung. Doch allmählich keimt die Hoffnung auf eine „neue“ Normalität wie ein Silberstreifen am Horizont. Bis zu ihrem Einzug lassen sich persönliche Ziele hinterfragen und bei Bedarf neu justieren. 

Die Segel richtig setzen

Privat kann daraus die Erkenntnis resultieren, dass man statt einer Weltreise lieber eine wochenlange Alpenüberquerung planen und dafür trainieren möchte. Oder Kochen als Abwechslung im Homeoffice-Alltag so viel Spaß macht, das ein regelmäßiger Club zum Verfeinern der Kenntnisse naheliegend wäre. Beruflich ist ein Wechsel aus bisherigen Branche in eine andere vorstellbar, die krisenresistenter und unabhängiger von politischen Lockdown-Entscheidungen ist. All das gemäß der Erkenntnis des griechischen Philosophen Aristoteles: „Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.“

Im Relais-Chalet Wilhelmy in Bad Wiessee am Tegernsee bietet Michael Diaz mehrtägige Seminare rund um das Thema Zielsetzung an. Das nächste findet voraussichtlich im Herbst 2021 statt.

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