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Single – allein im Home-Office

Für viele Single ist die Zeit im Homeoffice eine Herausforderung.

Als Schutz vor Ansteckung schicken immer mehr Firmen Mitarbeiter ins Home-Office. Für Singles ist es besonders herausfordernd, ohne die üblichen Kontakte auskommen und arbeiten zu müssen

41 Prozent der Bevölkerung leben in Deutschland allein. Trotzdem verbringt das Gros von ihnen regelmäßig Zeit gemeinsam mit anderen Menschen in Vereinen genauso wie bei Sportaktivitäten, Veranstaltungen oder privaten Treffen – und vor allem am Arbeitsplatz. Bedingt durch die Corona-Krise werden vermeidbare Begegnungen in Unternehmen derzeit immer mehr reduziert oder vorübergehend ausgesetzt. Denn zum Schutz vor Ansteckung schicken Firmen Mitarbeiter wo immer möglich ins Home-Office. Für Singles ist das eine besondere Herausforderung.

Wohltuender Austausch im Arbeits-Alltag

Die Zusammenarbeit ist zwar nicht mit jedem Kollegen oder Vorgesetzten ein Zuckerschlecken. Trotzdem wirkt der Austausch untereinander im Arbeits-Alltag wie Öl, das eine Maschine schmiert. Regelmäßige Kontakte zum Rest der Belegschaft bleiben daher wichtig. Via Telefon, Mails, Skype, Videokonferenz oder Chats sind diese auch auf virtuellen Wegen möglich. Und zwar nicht nur bei beruflichen Fragen und Themen, sondern auch im sonstigen sozialen Miteinander, um weiterhin Teil einer Gemeinschaft zu bleiben.

Beziehungen lebendig halten

Wer im Normalfall an seinem Arbeitsplatz ständig unter Menschen ist, weiß das Alleinsein nach Feierabend zu schätzen. So mancher braucht die Funkstille sogar, um sich zu regenerieren. Anders ist die Situation, wenn man bereits tagsüber allein im Home Office arbeitet und auch anschließend niemanden zu Gesicht bekommt. Regelmäßiger Kontakt zu Verwandten, Freunden und Bekannten bekommt in solchen Phasen eine besondere Bedeutung. Dabei müssen es nicht immer lange Gespräche sein. Auch WhatsApp-Grüße oder andere Kurz-Nachrichten helfen, Beziehungen lebendig zu halten.

Klare Struktur und feste Zeiten 

Aufstehen, frühstücken, zur Arbeit gehen: Dieser Rhythmus gibt Werktagen eine klare Struktur. Diese sollte man auch im Home-Office beibehalten. Denn ansonsten ist die Gefahr groß, sich ablenken zu lassen und Zeit zu verlieren. Statt im Schlafanzug zu bleiben, wirkt das Anziehen morgens als Startsignal und verführt weniger zum Faulenzen – genauso wie ein eigener Arbeitsplatz, der idealerweise nicht der Küchentisch sein sollte. Feste Uhrzeiten für Arbeitsbeginn und -ende verstärken das Gefühl, in einem vorgegebenen Rahmen Dinge erledigt zu haben.

Abwechslung für die Freizeit

Nach einem anstrengenden Arbeitstag außer Haus ist für viele das anschließende Entspannen auf dem heimischen Sofa die Lieblingsbeschäftigung. Beim Umzug ins Homeoffice ist mehr Phantasie gefragt, um ausreichend Abwechslung in die Freizeit zu bringen. Was kann man sich Gutes tun, wozu fehlen normalerweise Kraft, Lust und Zeit? Nimmt man auch bei seiner Freizeitgestaltung die Zügel in die Hand, ist das ein Zeichen von Selbstwirksamkeit. In der Psychologie gilt sie als wichtige personale Ressource und beugt sowohl Ängste als auch Depressionen vor.

Fotocredit: HeroImages

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