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Seminar mit Michael Diaz: Freiwillig allein oder wider Willen

Interview mit dem Regensburger Paartherapeuten Michael Diaz über die Gründe zum Singlesein und die Möglichkeiten, diesen Zustand zum Beispiel in seinem Seminar erfolgreich zu beenden

 

Fast 40% der Deutschen lebt allein, in größeren Städten sogar 50%. Warum haben heutzutage so viele Menschen keinen Partner?

Michael Diaz: Dafür gibt es mehrere Gründe. Rein wirtschaftlich ist es nicht mehr notwendig, zu zweit zu sein. Für viele Menschen ist zudem ihre Eigenständigkeit sehr wichtig. Andere scheuen aus Bequemlichkeit eine fest Bindung oder wollen sich – vor allem in Städten – wegen des Überangebots an Möglichkeiten nicht festlegen.

Ist die Mehrheit mit diesem Zustand zufrieden?

Michael Diaz: Ich würde sagen nein. Vor allem Frauen sind meist unglücklich mit ihrer Situation. Männer formulieren das seltener so, haben aber mit dem Alleinleben trotzdem ein Problem, weil sie oft sozial schlechter vernetzt sind, unter Kontaktarmut leiden und diesen Mangel mit Arbeit oder Alkohol kompensieren.

Welche Voraussetzung ist wichtig, um einen Partner zu finden?

Michael Diaz: Die Suche beginnt immer bei sich selbst. Bevor ich mich anderen Menschen öffne, muss ich mir zunächst darüber klar werden, welches Rollenverständnis ich als Mann oder Frau habe. Außerdem sollte man sich Gedanken über seine Herkunftsfamilie machen. Denn die hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bindungserwartungen sowie deren Sichtweisen an andere. Entsprechend kritisch sollte man die Vorstellungen von einem idealen Partner unter die Lupe nehmen. Nicht selten sind diese eher von den Erwartungen der Eltern als von den eigenen geprägt.

Kann man sich wirklich den Traum-Mann oder die Traum-Frau wie in Ihrem Seminar „backen“?

Michael Diaz: Man bekommt nur, was man wirklich will. Insofern spricht nichts dagegen, eine Wunschliste aufzustellen. Dann aber sollte man Prioritäten setzen. Denn nicht jeder Punkt ist erfüllbar und/oder realistisch. Andere haben eine zweite Seite. Wer z.B. einen bodenständigen Menschen möchte, muss auch akzeptieren, dass dieser vermutlich nicht sehr flexibel sein wird.

Welcher Schritt sollte danach folgen?

Michael Diaz: Aus meiner Praxis weiß ich, das viele Singles mehr Energie in die Überlegung stecken, ob sie es tatsächlich mit einem Partner wagen sollen, als in die aktive Suche. In vielen Fällen sind also nicht andere schuld, sondern man ist es selbst. Wenn man die Augen bewusst aufmacht, kann man überall fündig werden – egal ob U-Bahn, Café, Parkbank, Dating-App und -Portal, die immer beliebter werden. Schüchternen Typen fällt das Flirten in der virtuellen Welt leichter, weil sie da anonym sind, leichter und offener kommunizieren können. Ob die Chemie stimmt, entscheidet sich aber erst beim realen Treffen. Bei dieser Gelegenheit kann man bewusst Signale setzen.

Welche genau sind das?

Michael Diaz: Zum Beispiel, seine Weiblichkeit bzw. Männlichkeit bewusster hervorzukehren. Genauso gilt es aber, bestimmt Fehler zu vermeiden. Ein No-Go ist es, beim Kennenlernen nur von sich über den Ex-Partner zu reden. Und Knigge-Verstöße wie Schlürfen, Schmatzen, Popeln…

Zu diesem Thema findet von Michael Diaz das Seminar „Hallo Liebe, Single(zeit) ade“ in der Zeit vom 24.03.2017 bis zum 26.03.2017  und vom 17.11.2017 bis zum 19.11.2017 im Relais-Chalet Wilhelmy statt.

 

 

 

 

 

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